ELMO-Cards – der neue Trend aus der Sesamstrasse?

In der Regel kommt es bei komplexen Aufgaben oder Prozessen häufig zu Diskussion, in denen ein Ende kaum absehbar ist. Die gegensätzlichen Argumente der verschiedenen Teilnehmer führen häufig dazu, dass ein zielführendes Ergebnis in weite Ferne rückt. Das Resultat ist nicht selten Frustration bei allen Teilnehmenden der Diskussion.

Um ergebnislose Diskussionen zu vermeiden und damit die Enttäuschung über den Misserfolg zu reduzieren, können sogenannte ELMO-Cards angewendet werden. Doch was steckt hinter der Abkürzung ELMO und warum die Sesamstrasse nichts damit zu tun hat.

Was sind ELMO-Cards und wofür werden sie eingesetzt?

Das Akronym ELMO steht für „Enough – let’s move on“. Frei übersetzt bedeutet es also, dass genug zu einem Thema diskutiert wurde und es Zeit wird, um zur Umsetzung oder zum nächsten Abschnitt zu kommen. Im Wesentlichen sind ELMO-Cards als Hilfsmittel in Diskussionen gedacht. Sie dienen als Unterstützung und können helfen, den Ablauf einer regen Debatte wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Der Einsatz der ELMO-Cards wird in der Regel von den Teilnehmenden einer Diskussion vorgegeben. Driftet die Diskussion in ein unwesentliches Thema ab, können die Teilnehmenden über den Einsatz ihrer ELMO-Card nachdenken.

Darüber hinaus können ELMO-Cards eingesetzt werden, um das Ende einer unwichtigen Diskussion oder eines belanglosen Themas zu bestimmen. Durch die Unterbrechung wird die Debatte auf das Wesentliche fokussiert und die Gruppe kommt zügiger zu einem produktiven Ergebnis.

Wann und wie können ELMO-Cards zum Einsatz kommen?

Zu Beginn einer Diskussion erhalten alle Teilnehmenden eine ELMO-Card. Dem Layout und der Gestaltung der ELMO-Cards sind im Grunde keine Grenzen gesetzt. In der Regel geht es eher um die Funktion der Karten als um das Aussehen. Der Moderator der Diskussion erläutert den Teilnehmenden am Anfang der Diskussion die „Spielregeln“ und die Anwendung der ELMO-Cards. Im Anschluss kann die Debatte beginnen und immer wenn ein Teilnehmender das Gefühl hat, die Diskussion weicht vom Kernthema ab, kann er seine Karte hervorholen. Werden zu einem Zeitpunkt mehrere Karten gezeigt, kann die Gruppe entscheiden, ob über das Thema weiterdiskutiert werden soll. Hat die Mehrheit der Teilnehmenden die ELMO-Cards gehoben, ist die Entscheidung eindeutig. Diese Regeln sind jedoch nicht in Stein gemeisselt, sondern können individuell angepasst werden. Der Vorteil der ELMO-Cards liegt vor allem auf der Seite des Moderators, der durch die Karten ein visuelles Bild der Teilnehmenden erhält. Darüber hinaus profitieren jedoch auch die Diskussionsteilnehmenden selbst von den Karten.

Fazit

Diskussionen können kräfteraubend sein. Wenn am Ende einer intensiven Debatte nicht mal ein Ergebnis steht, ist es umso frustrierender für alle Beteiligten der Diskussionsrunde. Schliesslich wurde Zeit, Geld und viel Energie zur Lösungsfindung eingesetzt.

Zur Vermeidung von erfolglosen Diskussionen und angeregten Gesprächsrunden können ELMO-Cards helfen. Werden sie richtig vom Moderator und den Teilnehmenden eingesetzt, bieten sie eine hervorragende Möglichkeit, Diskussionen zu lenken und helfen somit bei der Erhöhung der Produktivität.

Kreativität ist gefragt und Ausprobieren lohnt sich. Die Regeln für das Anwenden der ELMO-Cards können grundsätzlich auch angepasst werden. Dies hat den Vorteil, dass sie flexibel auf zahlreiche Themen, Menschen und Gruppen angewendet werden können. 

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