Was ist Resilienz und warum ist es heute so wichtig?

Das echte Leben fordert

Das Leben steckt voller Überraschungen und unvorhergesehenen Ereignissen. Leider erleben wir in unserem Leben nicht nur Positives, sondern müssen uns von Zeit zu Zeit auch negativ behafteten und herausfordernden Lebenssituationen stellen – also eben Resilienz entwickeln. Während einige Menschen große Schwierigkeiten haben, sich auf neue Situationen einzustellen und schnell gestresst sind, können sich andere Menschen hingegen schnell und flexibel auf ein neues Ereignis einstellen. Worin liegt der Unterschied zwischen diesen Menschen und welche Eigenschaft spielt hier eine entscheidende Rolle? In diesem Artikel gebe ich Dir die Antworten auf diese Fragen.

Psychische Herausforderungen sind alltäglich

Bei diesem Thema geht es vor allem um die Frage, was Menschen gesund hält. Es geht dabei um sogenannte Schutzfaktoren (auch: Protektivfaktoren, Ressourcen oder Resilienzfaktoren), die sich stärkend auf die psychische Gesundheit auswirken. Diese Fähigkeit, auf wechselnde Situationen und Gegebenheiten zu reagieren, wird als Resilienz beschrieben. Bei dem Begriff Resilienz (aus dem Englischen: resilience = Strapazierfähigkeit) handelt es sich im Allgemeinen um die Fähigkeit mit außergewöhnlichen Belastungen und Extremsituationen umzugehen, ohne negative psychische Folgen wie Depression, Angstzustände oder Belastungsstörungen davonzutragen. Ursprünglich kommt der Begriff Resilienz aus der Entwicklungspsychologie und bezeichnet die Widerstandsfähigkeit von Kindern, sich trotz belastenden Faktoren und Umständen gesund und altersgemäß zu entwickeln.


Resilienz ist die Lösung für die heutige Zeit!


Der Begriff Resilienz kann daher auch als eine Art unsichtbarer Schutzschild für die Seele beschrieben werden, welches den Menschen vor äußeren Belastungen und psychischen Folgeschäden schützt. Je resilienter ein Mensch demnach ist, desto belastbarer und widerstandsfähiger ist er, sich auf wechselnde Lebensereignisse einzustellen und diese zu verarbeiten. In der Zwischenzeit wird der Begriff Resilienz aber zunehmend als Moderwort verwendet und steht häufig im Zusammenhang mit der Abwesenheit von Burnout.

Du kannst deine Resilienz trainieren

In der Psychologie und in der therapeutischen Arbeit spielt Resilienz eine wesentliche Rolle, da eine hohe Resilienz präventiv auf psychischen Störungen und anderen persönlichen Probleme wirkt. Das Ziel besteht demnach grundsätzlich in der Steigerung der individuellen Resilienz. Resilienz ist zudem veränderbar. Laut dem Neurowissenschaftler Raffael Kalisch (2017) ist Resilienz sogar erlernbar und kein Schicksal, mit dem Menschen leben müssen. Vielmehr ist Resilienz nach Kalisch kein Schutzschild, sondern eine Art der Aktivität und eine erlernbare Einstellung. Dieser „Bewertungsstil“ kann angewandt werden, um schädliche und negative Assoziationen zu verlernen und sie in eine positive Richtung zu entwickeln. Dieser Prozess nimmt jedoch eine gewisse Zeit in Anspruch.

Darüber hinaus kann Resilienz auch situationsspezifisch erlernt werden. Kinder, die in schwierigen Elternhäusern aufwachsen, sind in ihrer sozialen Kompetenz leicht verletzlich, in der Schule hingegen durch den Aufbau von schulischen Kompetenzen widerstandsfähig. In der Folge ist Resilienz nicht in allen Lebensbereichen gleich ausgeprägt, von verschiedenen Schutzfaktoren beeinflusst und außerdem zumeist zeitlich begrenzt.

Wie kannst du Resilienz trainieren?


Minuten der Achtsamkeit in einem hektischen Alltag – dies kann dir die Meditation bieten. Die Meditation kann deinen Stress reduzieren und macht dich so insgesamt widerstandsfähiger. Die Meditation steigert also auch deine Resilienz. 

Viele Menschen haben falsche Erwartungen von der Meditation. Dementsprechend sind sie oftmals nach kurzer Zeit enttäuscht und brechen ab. Gerade am Anfang sind geführte Meditationen extrem hilfreich. Dort werden dir Techniken erklärt, die du auch im Alltag anwenden kannst. Ich empfehle dir hierfür die App Headspace.

Der Stoizismus ist eine praktische Philosophie. Eine Philosophie für den Alltag, wenig theoretisch – aber sehr praktisch. Der Stoizismus lehrt unter anderem, dass man die Dinge gelassen nehmen sollte. Mark Aurel war römischer Kaiser und ein echter Stoiker. Seelische Belastungen und sehr viel Stress waren allgegenwärtig. Naturkatastrophen, Kriege und Seuchen – als Herrscher der damaligen Zeit stand man vor unglaublichen Widrigkeiten. Und doch hat Mark Aurel ein Reich voller innerer und äußerer Stabilität geschaffen. Wenn man die Ausgangslange betrachtet kann man also sagen, dass Mark Aurel sehr resilient war. Der Stoizismus war der treibende Faktor.

Eine andere Person kann dir neue Sichtweisen auf dein Leben oder deine Probleme geben. Dies kann in Form eines Coaching oder Mentoring erfolgen. Wenn du Probleme mit deiner Resilienz hast, erwäge eine andere person zu Hilfe zu ziehen


Faktoren der Resilienz

Faktoren und Eigenschaften, die dich resilient machen. 

  • Akzeptanz: akzeptiere Veränderungen! Nichts bleibt so wie es ist. Das Leben ist im ständigen Wandel. Manchmal gibt es sogar unvermeidbare Veränderungen, denen du einfach ausgesetzt bist. Lerne die Veränderungen zu akzeptieren und kämpfe nicht dagegen an. Passe dich stattdessen an die veränderten Umstände an! 
  • Positive Emotionen: bemesse positiven Emotionen einen höheren Stellenwert als negativen. Jeder Mensch erfährt Freud und Leid – auch resiliente Menschen. Der Punkt ist jedoch wie du bewertest. Gebe den positiven Emotionen mehr Raum als den negativen.
  • Optimismus: optimistische Menschen haben eine positive Grundeinstellung. Diese hilft dir komplexe Situationen zu meistern und erhöht deine Widerstandskraft. Optimismus heißt aber nicht verdrängen – manchmal sind die Dinge im Leben beschissen. Dann ist es das beste die Dinge einfach zu akzeptieren so wie sie sind. Resistente Menschen legen einen gesunden Optimismus an den Tag.
  • Positive Selbstwahrnehmung: Wertschätzung der eigenen person erhöht deine Widerstandskraft.
  • Kontrollüberzeugung: du besitzt die Kontrolle über die Dinge, die dir widerfahren. Viele Menschen neigen dazu, andere für ihre Probleme zu beschuldigen. Die Wahrheit ist, dass du bei den allermeisten Dingen die Kontrolle besitzt. Auch bei den wenigen Dingen, die naturgegeben sind, hast du die Kontrolle wie du reagierst. Packst du an oder beschwerst du dich über deine Bedingungen?
  • Soziales Netzwerk: Du bist nicht alleine mit deinen Problemen. Selbst wenn es mal unüberwindbare Hürden geben sollte; resiliente Menschen scheuen nicht davor Hilfe anzunehmen.

Fazit –  Wieso du unbedingt deine Resilienz trainieren solltest

Die Resilienzforschung ist derzeit in einer Art Umbruch und neue Forschungsergebnisse tragen zur Entwicklung des Fachgebiets bei. Im Allgemeinen ist Resilienz eine wesentliche Eigenschaft eines Menschen, um auf unvorhergesehene Situation ohne langfristige psychische Folgeschäden reagieren zu können. Insbesondere in einem sich zunehmend schneller verändernden Alltag wird diese Eigenschaft immer wichtiger.

Was macht für Dich ein resilientes Leben aus? Ich freue mich auf Deine Meinung unter www.marketingmonkey.ch/kommrein - das Sprachrohr zu meinem Podcast!

Referenzen:

Raffael Kalisch: Der resiliente Mensch. Wie wir Krisen erleben und bewältigen. Berlin Verlag, Berlin 2017

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA): https://www.leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/resilienz-und-schutzfaktoren/

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